Hausverkauf vorbereiten auch ohne Marie Kondo

Der Keller ist voll mit Dingen, die sich über die Jahre hin angesammelt haben. Für die Schrankwand aus den 60er Jahren interessiert sich auch niemand mehr. Ein Umzug ist für viele die beste Gelegenheit, sich von alten ungenutzten Sachen zu trennen. Doch wo soll man anfangen? Wir verraten Ihnen Tipps, wie Sie Ihr Haus flott machen.

Wer sich von alten Dingen trennen möchte oder muss, für den ist das häufig auch eine emotionale Angelegenheit. Denn oft sind Erinnerungen an die Dinge geknüpft. Auch Nostalgie oder sogar Ängste beeinflussen die Entscheidung, ob man sich davon trennen kann oder nicht. Marie Kondo, deren Buch „Magic Cleaning“ ein Bestseller wurde und die nun auf Netflix ihre eigene Show „Aufräumen mit Marie Kondo“ hat, vertritt die These, dass zwei Drittel der Dinge im Haushalt oder am Arbeitsplatz entsorgt werden können. Was behalten und was entsorgt wird, wird entschieden nach dem Kriterium: „Bereitet es mir Freude?“

Experten raten, mit dem Aufräumen, Entsorgen und Entrümpeln nicht bis nach den Besichtigungen zu warten. Denn die Psychologie spielt natürlich eine große Rolle. Interessenten können sich eine Immobilie bei der Besichtigung leichter als ihr zukünftiges Zuhause vorstellen, wenn es nur wenig eingerichtet ist. Es dürfen gerade nur so viele Möbel sein, dass die Fantasie angeregt wird, aber dabei trotzdem so wenig wie möglich, damit möglichst viel von den Räumen zu sehen ist und die Interessenten im Kopf schon selbst die Zimmer einrichten können. Optimal vorbereitete Immobilien verkaufen sich nachweislich in kürzerer Zeit. Ein Profi-Makler weiß genau, was zu tun ist, um Ihre Immobilie zum begehrten Objekt zu machen.

Für Dinge aber, die Sie entsorgen möchten, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Zunächst einmal müssen Sie sich einen Überblick darüber verschaffen, was Sie behalten möchten und was weg kann. Gehen Sie durch jedes Zimmer und durchforsten Sie alle Schränke, Truhen oder was auch immer. Vielen graut es wohl vor dem Keller oder dem Dachboden, denn hier wird wohl über die Jahre das meiste verstaut, was nur selten genutzt wird oder sogar kaum noch gebraucht wird.

Bei der Auswahl, was weg kann oder nicht, können Sie sich durchaus fragen, ob es Ihnen Freude bereitet oder nicht. Andere Fragen wären, ob es kaputt ist oder nur schlecht funktioniert. Alternativ können Sie sich aber auch fragen: „Nutze ich es noch?“ Eine andere Hilfestellung wäre die Frage: „Habe ich es in den letzten sechs Monaten benutzt?“ Die Dinge, bei denen die Antwort nicht eindeutig „Ja“ ist, werden – so hart wie es sein mag – entsorgt.

Die vielleicht einfachste Variante, die ungewollten Dinge loszuwerden, ist, einen großen Container zu besorgen und alles hineinzuwerfen. Das muss aber nicht die beste Lösung sein. Unter Umständen handelt es sich vielleicht um ein Liebhaber- oder Sammlerstück. Gerade bei alten Möbeln wird das oft unterschätzt. Sie bei Onlineportalen einzustellen oder sich Rat von einem Antiquitätenhändler einzuholen, kann sich also lohnen. Sind andererseits Einbauten wie beispielsweise eine Einbauküche noch gut in Schuss, können diese bei Interesse des Käufers auch mit verkauft werden.

Suchen Sie Unterstützung bei der Vorbereitung Ihres Hausverkaufs? Oder möchten Sie Home Staging bei dem Verkauf ihrer Immobilie einsetzen? Kontaktieren Sie uns! Wir beraten Sie gern.

 

Foto: © felker/Depositphotos.com

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